Space Wetter

Direkt zur 'aktuellen Situation'!

Space weather 2013-2015 (Archiv)

Haupt Seite: Keshe Plasma



................ACE Satellit
GOES Satellit.............

 

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Wir schreiben das Jahr 2020, Dezember, die Sonne erwacht langsam aus ihrer passiven Phase, dem Solar Minimum.
Das war der Anlass den entsprechenden button auf der Plasma Hauptseite zu erwecken, er wartet seit 2017 darauf, und die Sonnenaktivitäten des aktuellen Solar-cycle 25 zu analysieren.
Die archivierten Daten aus 2013-2015, Solar-cycle 24, sind über den link oben zu erreichen.

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Als 'Space weather' (Weltraum Wetter) werden die sich dauernd ändernden Verhältnisse im Weltraum bezeichnet. Hauptsächlich betrifft das die Bedingungen in unserem Sonnensystem, wo die Sonne als Stern im Zentrum die aktive Rolle hat und auf den Planeten in unserem Sonnenystem verschiedene 'Wetterbedingungen' hervorruft.



Es sei kurz die Analogie erwähnt, dass diese makrokosmische Darstellung das Gleiche ist, wie der Mensch der es sich zum Teil selbst aussucht ob er sich als Planet (Person, dem Aussen unterworfen und darauf reagierend) verhält oder als Stern (das Selbst, Sonne, kreativ erschaffend). Hinter der Matrix verhält es sich jedoch so: "Every man and every woman is a STAR" (jeder Mann und jede Frau ist ein Stern).



Der Einfluss der Sonne auf die Erde ist sehr vielfältig und in den letzten 100 Jahren wurde es möglich einige davon mit Messinstrumenten aufzuzeichnen. Besondere Fortschritte wurden natürlich in den letzten 25 Jahren gemacht. Einige dieser messbaren 'Wetteränderungen' die auf unsere Erde aktuell im Jetzt wirken, oder zeitnah wirken werden, werden auf dieser Seite kurz erwähnt.
Die Lebsensäusserungen der Sonne werden durch Satelliten erfasst anhand eingehender Signale auf verschiedenen Frequenzen mit einer gewissen Energie in dB (Dezibel) oder durch Strahlung in verschiedenen Bereichen in 'A' (Angström) gemessen. Es gibt noch andere Methoden, aber das Prinzip ist immer das Gleiche, Energie die abgestrahlt wird und verschiedene Qualitäten annehmen kann.

Einige Strahlungsbereiche und Massenauswürfe der Sonne werden durch das Magnetfeld der Erde um die Erde herum gelenkt. Eine Art Schutzschild welches aus dem bi - polaren Magnetismus auf der Erde mit einem Nordpol und einem Südpol gebildet wird. Die Sonne als Stern unterliegt nicht der dualen Anordnung des Magnetismus, und ein 'chaotisches', dynamisch sich veränderndes Muster an positiven und negativen Regionen tritt an dessen Stelle (siehe Bilder).


Die mikrokosmische Analogie: Die Person auf der Erde lebend unterliegt einer dualen Interpretation des Seins. Die tausend, offenbar getrennt von einander existierenden Dinge. Das SELBST, als Stern, ist nicht der Beschränktheit der dualen Auffassung in der Illusion unterworfen. Kein getrennt sein.

 

 

 
ERDE - Magnetfeldlinien
SONNE - Momentaufnahme Magnetfeld

 

Die Stärke dieses Schutzschildes hat, wie angenommen wird, in den letzten 150 Jahren 10-15% abgenommen und in den letzten 2000 Jahren etwa 35 % (kein Gewähr zur Korrektheit der Zahlen). Nachweislich bestehen einige Schwachstellen, sogenannte 'cracks', die unter starker Belastung einbrechen. Dies lässt sogenannte 'ground currents' entstehen (Boden Ladung). Die Stärke der Belastungen unseres Magnetfeldes sind also Auswirkungen der Stärke der Aktivität der Sonne. Diese folgt einem präzisen 11 Jahreszyklus zwischen hoch - aktiv (Maximum) und Minimum seit Aufzeichnung, ca. 1700 n.Chr.
2012 sollte ein Maximum sein, diesmal war zum ersten Mal offenbar etwas anders. Wir werden sehen wie sich das weiter entwickelt.


 
Magnetfeld der Erde unter Einwirkung der Sonne
11 Jahres Min. / Max. Zyklus der Sonne

 

Ich denke, dass aus den obigen mikrokosmischen Analogien bereits gesehen werden kann, dass dies bei Interesse ein ausgezeichnetes Gebiet ist sich inspirieren zu lassen über die Wirkungsweise des Bewusstseins (Person / Selbst Bezug, oder auch innen / aussen). Das schwächer werden unserer Abschirmung vor der Sonne entspricht der schwächer werdenen Trennung zwischen dem Selbst und der Person, oder man kann sagen die Matrix beginnt sich aufzulösen. Dass dies weder beim Magnetfeld noch bei der Person als immer angenehm empfunden werden muss versteht sich von selbst. Aber alles ist eins, eine Veränderung des Bewusstseins geht einher mit einer Veränderung im ganzen Universums. Umgekehrt verändert das Space weather auch das Bewusstsein. Die Unterschiede sind lediglich die verschiedenen fraktalen level des Einen.
Es ist daher Ihnen überlassen, ob Sie die 'aktuelle Situation' zu der ich hier manchmal kommentiere auf Probleme mit dem Handy Empfang und Stromausfälle anwenden oder auf aktuelle Tendenzen in der Entwicklung von Bewusstsein. OM - HA!

 

 

 

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Aktuelle Situation:

Erd Magnetfeld: Sonnen X-ray Strahlung:   X-ray Anzeige zur Zeit
ausser Betrieb !

 

 

  Kp - Index:
1 - 3: Schwach
.....4: Mittel (> 58° B)
5 - 6: Stark (> 54° B)
7 - 8: Sehr stark (52°)

Kp 9: Ausgang ungewiss
Sonnen flare levels:
B 1 - 9,9 : Schwach
C 1 - 9,9 : Mittel
M 1 - 9,9: Stark
X 1 - ..... : Sehr stark
Der Kp - Index des Erd - Magnetfelds gibt die elektrische Ladung der Ionosphäre an und Ablenkungen der Magnetfeldlinien auf Grund der Sonnen - Teilchen.
Bei Kp >6 werden die Bodenströme so hoch, dass zunehmend mit Ausfällen von elektrischen Geräten gerechnet werden muss, abhängig vom Breitengrad.

 

 

 

 

 

 


Die Zeit-Angaben sind, wenn nicht anders vermerkt, in "UT" Universal time
(UT +1 Std = "CET" Central European time / oder mit Sommerzeit UT +2 Std. = "CEST" Central European summer time).

 


 

28. - 29.05.2021

Erneute Sonnenaktivität:

(Informationen zu den früheren Aktionen der genannten 'sunspots #2826 und #2824' finden sich im vorherigen Eintrag...)

Am 28.5. morgens zuerst ein 'C 3 flare' von 'sunspot #2826' ohne grössere Auffälligkeiten. (Bis zum Abend dann hatte die Sonne 'sunspot #2826' aus unserem Sichtfeld weggedreht. Somit war dies der letzte 'flare' von #2826 , denn nur auf der sichtbaren Seite der Sonne können 'flares' einem 'sunspot' zugeordnet und deren Stärke korrekt gemessen werden.)

Spannend wurde es am Abend des 28.5. dennoch: Ein weiteres Mal überraschte uns 'sunspot #2824' !
Er produzierte um 23.13 h einen spektakulären 'C 9.4 flare' , der einen stark eruptiven und sich schnell ausbreitenden 'CME' (Coronalmasse-Auswurf) von der Sonne wegschleuderte.

Coronagraph Bilder des 'CME' (rot 'LASCO C2' zeigt einen kleineren, blau 'LASCO C3' einen grösseren Bereich um die Sonne)

...

...

click
für animiertes Bild

Der 'CME - flare' war so intensiv, dass die geostationären Messinstrumente zum ersten Mal in diesem Solarzyklus von einem 'flare' verursachte, stark erhöhte Protonenwerte und erhöhte low-energy Elektronenwerte registrieren:

high-energy Protonen I
high-energy Protonen II
low-energy Protonen
low-energy Elektronen
Im violett markierten Zeitraum von ca. 2h40 Dauer überstieg der Messwert der 10 MeV-Protonen (rote Kurve) die Warngrenze von 10 pfu (Partikelfluss-Einheiten)
50 MeV (blau) und 100 MeV (grün) reagierten nicht.
Hier werden auf einem anderen Satelliten high-energy Protonen gemessen: 10 MeV (grün) und 30 MeV (blau) Low-energy Protonen
unter 1 MeV (5 verschiedene Stärken)
Auch die low-energy Elektronen sind erhöht.

(ohne graphische Darstellung...: Die high-energy Elektronen blieben ruhig, der 'flare' war in diesem Bereich nicht aktiv.)

 

Radio-Emissionen des 'flares': Typ II mit 2087 km/s (sehr schnell !) , sowie Typ IV wurden registriert
(Darstellung der Regionen mit Störungen des Langwellen-Funk von 1 - 35 MHz durch Absorption)
29.05.2021 , 00.59h UT
Der eigentliche 'flare' dauerte bis 00.12h
die Funk-Störungen dauern weiter an ...
02.47h UT
Die Störungen in den mittleren Bereichen nehmen ab, die in den Polarregionen nehmen zu (sowohl im Norden als auch etwas weniger im Süden)
08.56h UT
Die polaren Störungen sind eher stärker, die mittleren Bereiche verzeichnen keine Störungen mehr.

Diese polaren Störungen konnte ich schon im letzten Solar-Zyklus beobachten (siehe hier... 18.6.2015 und ältere), sie stehen im Zusammenhang mit einem intensiven 'flare' der die high-energy Protonen stark ansteigen lässt.
Erst gegen Mittag am 29.5. verringerten sich die Störungen langsam, ab ca. 15.00h wurden keine Störungen mehr angezeigt.

Zum Abschluss noch der Überblick über die 'flares'
der letzten 48 Stunden ...


Die Graphik beginnt mit dem im letzten Eintrag erwähnten C 7 am Abend des 27.5.,
dann am 28.5. mittags ist der
C 3 und abends der oben ausführlich beschriebene
C
9.4 zu sehen, gefolgt von zwei C 1 und einem C 1.7 am 29.5.

... und ein Bild des C 9.4
am 28.5. um 23.26h aufgenommen
(die leuchtend helle Stelle im Nordwesten der Sonne)

 

Erste offizielle NOAA-Prognosen lassen noch auf sich warten, "inoffizielle" Experten rechnen durchaus mit einer Magnetfeld-Reaktion auf den 'C 9.4 flare' , eventuell am 31.5.
... ein update folgt ...

 



21. - 27.05.2021

Die Sonne ist aktiv !

Seit einigen Tagen schon ist der grosse 'sunspot #2824' zu sehen, doch ausser einem "Begrüssungs-flare" am 18.5., vom Ost-Rand der direkt sichtbaren Hälfte der Sonnenkugel, zeigte er sich ruhig. Drei Tage später änderte sich dieses Verhalten:

Am 21.5. nach 19 Uhr startete eine erstaunliche 'flare'-Serie, 48 Stunden später zählen wir fünfzehn 'C-flares' und drei 'M-flares'
Hier ein erster Überblick:

Chronologische Liste der 'flares'
21.05.2021    
19.28h C 4.8  
22.05.2021   'Radio emissions' :
02.56 h C 6.1 Type II (1530 km/s)
06.17 h C 6.0 Type II (653 km/s)
06.52 h C 1.3  
08.44 h C 1.3  
11.23 h C 2.5  
14.16 h C 1.1  
15.35 h C 3.2  
16.18 h C 1.8  
17.11 h M 1.1  
21.36 h M 1.4 z.B. Effekt auf CB-Funk 27 MHz
22.00 h C 1.8  
23.13 h C 6.8  
23.05.2021   'Radio emissions' :
04.51 h C 1.0  
05.10 h C 2.7 10 cm (91 sfu / 1 Min.)
09.22 h C 2.4  
11.08 h M 1.1 10 cm (85 sfu / 1 Min.)
17.05 h C 2.2  
     
     

Magnetogramm-Bild mit sunspot #2824 vom 22.5.
(Polarisierung: grün-blau=positiv / gelb-rot=negativ)


M 1.1 , 22.05. (Bild bei 131 A)


M 1.1 , 23.05. (Bild bei 304 A)

 

Die 'flares' vom 22.5. als animiertes Bild ->

 

Alle 18 'flares' stammen von einem einzigen 'sunspot' , was in der Zeitspanne von 2 Tagen eine erstaunliche Anzahl darstellt. Zur Zeit scheint die Lage auf der Sonne ruhig ...

Die Auswirkungen der 'flares' werden in den nächsten Tagen unser Sonnensystem durchfluten. Wieviel davon in Richtung Erde unterwegs ist und das Magnetfeld in Turbulenzen bringt, werden wir in ca. 5 Tagen mit Sicherheit wissen (wie immer, im Rückblick...).
Erste Analysen der Experten kommen langsam, es scheint auch für sie eine sehr komplexe Situation zu sein. Bis jetzt ist davon auszugehen, dass ab 25.5. erst leichte geomagnetische Reaktionen (G1, bis Kp 5) zu messen sein werden, am 26.5. dann stärkere (G2, bis Kp 6).
Meiner Meinung nach wären durch mögliche kumulative Effekte auch durchaus stärkere Reaktionen nicht erstaunlich.
Was jetzt schon durchaus spürbar ist, scheinen mir die 'feinstofflicheren' Auswirkungen zu sein, wahrnehmbar ohne technische Hilfsmittel (angeregt, erregt oder "überfordert", müde in Körper, Seele und Geist).

 

Der Astrologe könnte zum Verhalten des 'sunspots' bemerken: bis zum 20.5. stand die Sonne im Erd-Sternzeichen Stier, und zum Wechsel ins Luft-Sternzeichen Zwilling beginnt die Kommunikation ...

 

26. - 27.05.2021

Geomagnetische Auswirkungen der 'flares' vom 21.-23.5. treffen ein - allerdings eher moderat mit Kp 4 bis Kp 5

Satelliten-Messwerte 25.-27.5. (Markierung beim ersten Eintreffen der 'shock-waves')

Um 11.48h UT wurde an den Satelliten die 'shock-wave passage' gemessen.
Eine Stunde später meldeten dann die Erd-Messstationen Abweichungen von ca. 20 nT.

In der Folge "schwingt" das Magnetfeld ca. 24 Stunden lang, deutlich sichtbar zuoberst in der Graphik. Der Bz-Wert (rote Linie) wechselt mehrfach im Bereich von maximal -15 bis +15 nT.

Die orange Linie gibt Auskunft über die 'density' (Partikel-Dichte) und zeigt recht hohe Werte.

Die Solarwind-Geschwindigkeit (gelbe Linie) steigt eher wenig an.

Seit 27.5. nachmittags sind die Werte wieder recht "normal" , lediglich der Solarwind ist weiterhin noch erhöht.



Abschliessend noch eine kurze Zusammenfassung zur Sonnen-Aktivität vom 24. - 27.5. :

Vom 24. - 25.5. blieben stärkere Eruptionen der Sonne aus. Es begann sich jedoch ein neuer 'sunspot' rechts neben 'sunspot #2824' zu bilden.
(#2824 ist der 'sunspot', der in den Tagen zuvor die Serie von 18 'flares' produziert hatte...)

26.5.: Schnell grösser werdend, erhielt der neue 'sunspot' die Bezeichnung # 2826 und zeigte seine Aktivität mit einigen 'C 1 bis C 3 flares' . Der ältere 'sunspot #2824' war mit einem 'C 1 flare' auch wieder leicht aktiv.
Das Bild rechts zeigt die Magnetisierung und Position der beiden 'sunspots' am Abend des 26.5.

Am 27.5. steht auf der Liste am Morgen ein 'C 1' von #2826 und am Abend kam von #2824 ein 'C 1' gefolgt von einem 'C 7' dazu.

Alle 'flares' produzierten keine signifikanten Radio-Emissionen, es werden auch keine Magnetfeld-Reaktionen erwartet.

 



07. - 12.05.2021

Seit dem letzten Eintrag vom 25. April bis zum 5. Mai ebbte die Sonnenaktivität immer mehr ab. Lediglich auf der Erd-abgewandten Seite der Sonne gab es ein paar CME's, die auf den Coronagraph-Bildern zu sehen waren (wie z.B. hier, von "LASCO C2", 2.5.2021) .
Ab dem 6. Mai drehte dann ein aktiver 'sunspot' langsam in den sichtbaren Bereich.

Sonnen-Aktivität 07.05.:

Um 19.04h wurde ein beachtlicher M 3.9 -'flare' registriert, der zweitstärkste dieses noch jungen Solar-Zyklus.
Der 'flare' stammt von sunspot #2822.

 

Die Graphik rechts zeigt die Aktivität am 6. - 8.5.2021

 

 


"click"
für animiertes Bild

 


"click"
für animiertes Bild

 

Zusammen mit dem 'flare' wurden auch verschiedene Arten von Radio-Emissionen registriert:

Typ II 848 km/s
Typ IV  
10cm 'Radio-burst' 130 sfu 25 Minuten


Auf dem Bild rechts sind die Stärke der Radio-Emissionen sowie der betroffene Bereich gut sichtbar dargestellt.

   

Wenn Radio-Emissionen im Zusammenhang mit einem 'flare' registriert werden, gab es auf der Sonne auch einen CME (Coronalmasse-Auswurf). Ob dieser in 2-3 Tagen das Magnetfeld und die Erde erreicht, oder ob er eine Erd-abgewandte Richtung eingeschlagen hat, ist noch nicht bekannt.

(Bis zum 10.5. sind keine weiteren messbaren Folgen des 'flares' bei uns eingetroffen ...)

 

Sonnen-Aktivität 08. - 10.05.:

Insgesamt fünf C-'flares' kamen vom 8. - 9.5.2021 von sunspot #2822 , am 10.5. dagegen blieb die Sonne sehr ruhig, wie man auf der Graphik rechts erkennen kann.

Es werden laut bisherigen NOAA-Prognosen keine grösseren Auswirkungen der 'flares' erwartet.

 


Der C 8.6 vom 8.5.2021 ...

und der C 4.0 am 9.5.2021 .


Unterhalb des aktiven sunspot #2822 hat sich im Laufe des 9.5. sehr schnell der neue, bisher ruhige sunspot #2823 gebildet. (Bild vom 10.5.2021)

 

12.05.: Kp 7 - starker geomagnetischer Sturm

Knapp drei Tage sind seit den letzten, eher moderaten Sonnenaktivitäten vergangen und es wurde mit keinen oder höchstens minimalen Magnetfeld-Reaktionen gerechnet ...

Am Morgen des 12.5. um 5.47h UT wurde eine interplanetare Schockwelle ('IP shock passage') an den geostationären Satelliten registriert.

Eine Stunde später wurde am Magnetometer in Fredericksburg (Virginia USA) der 'sudden impulse' mit einer Abweichung von 51 nT gemessen. Kurz davor wurde vor einem Kp 4, etwas später vor Kp 5 gewarnt, also Auswirkungen im moderaten Bereich.

In den folgenden Stunden manifestierten sich im Magnetfeld jedoch starke Schwankungen mit einem Bz-Wert bis -20 nT, wie auf der Graphik oben zu sehen ist (rote Linie ganz oben im Diagramm).
Dem entsprechend waren auch die planetaren Messwerte höher als angenommen. Der Kp-Index erreichte heute zweimal den beachtlichen Wert von Kp 7, erstmals ab 12.58h und nochmals kurz um 17.59h UT.

Der Kp-Index stellt einen Durchschnittswert der offiziellen NOAA-Messstationen auf der Erde dar.
Ein Wert von Kp 7 wird während eines Solar-Zyklus (Dauer: ca. 11 Jahre) durchschnittlich nur etwa 200-mal gemessen, und heute war dies die Première im Solar-Zyklus 25.

Lokal wurden im Laufe des Nachmittags an Stationen in Nordamerika teilweise sogar Spitzen bis K 9 registriert, in Kiruna (Schweden) war es maximal K 7. (Im Gegensatz zum durchschnittlichen planetaren Kp-Index, zeigt der K-Wert lokale Messwerte.)

Nach 18.00h beruhigte sich die Lage schnell und seither liegt der Kp-Index bei Kp 4 .

 



19. - 25.04.2021

Nach einigen ruhigen Monaten hat die Sonne am 19.4.2021 um 23.42h UT einen M 1.1 'flare' aus einem 'sunspot' auf der Erd-zugewandten Seite produziert.

Sonnen-Aktivität 19./20.04.:

 
     
Auf dem X-ray Diagramm unten ist der Zeitraum vom 18.-20.4.2021 dargestellt.
12 Stunden nach dem M 1.1 ist auch noch ein C 1.9 'flare' zu sehen.
Der stärkere M-flare kam vom südlichen sunspot #2816, der C-'flare' danach von #2817 .

 

Der M 1.1 hatte kurzzeitig das Potenzial den Funk-Verkehr im Pazifik-Raum unterhalb von 20 MHz zu stören, es wurden während des flares Radio-Emissionen des Typs II (eher "langsam" mit 750 km/s) und etwas später auch des Typs IV registriert.
Auch Befindlichkeits-Schwankungen können von lebenden Wesen auf der Erde fast zeitgleich mit dem Event auf der Sonne wahrgenommen werden.

Es war zusammen mit dem M 1.1 auch ein schwacher CME (Coronal-Masse Auswurf) zu beobachten, ersten Angaben zufolge jedoch nicht direkt zur Erde ausgerichtet.

Falls in ca. 2 Tagen doch noch klar messbare Auswirkungen des 'flares' / CME im Bereich der Erde eintreffen, folgt hier noch ein update...
(bis und mit 22.4. zeigen die Messwerte keine grösseren Auswirkungen, dieser CME hat die Erde nicht erreicht.)

 

Sonnen-Aktivität am 22.04.:

Schon am frühen Morgen begann die Sonne, nach 2 ruhigen Tagen, wieder aktiv zu werden. Auffällig ist nicht die Intensität, sondern die Anzahl der 'flares'. Am Ende des Solar-Minimums, zu Beginn des neuen Solar-Zyklus, sind neun C -'flares' in 10 Stunden beachtenswert.

Erst ein C 3.8 um 04.35h UT, gefolgt von diversen 'flares' zwischen C 1 und C 4 bis 14.30h. Um 20.11h folgte dann noch ein C 8.6

Die Quellen der 'flares' waren (wie am 19./20.4.) sunspot #2816 und #2817


4 'flares' stammten vom Erd-zugewandten sunspot #2816
im Bild der C 3.8 von 04.35h
6 'flares' verursachte sunspot #2817 kurz bevor er sich "von uns abwendet"
hier der C 8.5 von 20.11h

Dieser 'flare' war begleitet von einem erdgerichteten CME
sowie Radio Emissionen (Typ II mit 333 m/s und Typ IV)
Hier wurde lediglich eine Radio Emission Typ IV registriert

Gemäss den ersten Prognosen werden am 25.4. die Auswirkungen des CME-'flares' in Form von erhöhten Magnetfeld- und Solarwind-Werten messbar bei uns eintreffen.

 

Überblick der X-ray Aktivität der Sonne in den letzten 7 Tagen
mit dem M 1.1 vom 19.4. und den diversen C-'flares' vom 22.4.
( ... sowie die ersten
C-'flares' vom 23.4. während ich noch den Beitrag zum 22.4. schreibe... )

 

25.04.2021

Der CME vom 22.4. ist eingetroffen:

am 24.4. um 22.21h UT reagierten die Messgeräte der Satelliten sprunghaft ('shock passage')

45 Minuten später traf der 'sudden impulse' auf die Erd-Oberfläche. In Meanook (Canada) wurde eine Abweichung von 41 nT gemessen. Der Kp-Index erreichte kurz darauf Kp 5 .
Die verschiedenen Mess-Stationen registrierten in den folgenden 2 - 3 Stunden Magnetfeld-Schwankungen (lokal kurzzeitig mit Spitzen von K 6 oder K 7) .

Nach ca. 3 Stunden hatten sich die Messwerte wieder beruhigt.

 



07. - 11.12.2020

Der erste signifikante, erdgerichtete 'flare' (Sonnen-Eruption) des neuen Solar-Zyklus.

Er ist in unsere Richtung unterwegs, nicht extrem stark, aber er ist halt der Erste :-)
Genau gesagt handelt es sich dabei um einen 'flare' mit CME (Coronalem Masse-Auswurf), das Spektrum eines solchen 'flares' hat eine grössere "Bandbreite" (bis näher zum Materie-Aspekt).

Sonnen-Aktivität am 7.12.:


(click für animiertes Bild)

Der eher schwache sunspot #2790
... produziert einen C 7.4 'flare',
... der auch einen CME entsendet.
Dieser sunspot und seine "kleineren Nachbarn" haben in den voran gegangenen Tagen schon diverse kleinere C - 'flares' produziert, wie die 7-Tage Grafik rechts zeigt.
Nach dem über zwei Stunden dauernden C 7.4 wurde die Sonne signifikant ruhiger.
Bei 'sunspot' #2790 könnte es sich um denselben sunspot handeln, der am 29.11. schon einen M 4.4 'flare' produziert hat. Er lag zu diesem Zeitpunkt noch knapp ausserhalb des sichbaren Bereichs (E 89°). Unter Berücksichtigung der Position und der Sonnendrehung von E -> W liegt diese Vermutung meiner Meinung nach nahe.

 

Empfang auf der Erde und innerhalb der Magnetosphäre 7. - 8.12.:

Dieser 'flare' schickte uns einen 10cm 'Radio-burst' (siehe Bild rechts, vom 7.12. 16.30h).

Der Kurzwellen-Funk Empfang (vorallem unterhalb von 10 MHz) war teilweise gestört im Bereich von Südamerika.

Der geo-stationäre Satellit GOES hat schon im Laufe des 8.12. ansteigende Protonen-Dichte bei den Schwächsten der 'high-Energy' Protonen registriert.
Die low-energy Protonen gemessen vom ACE-Satelliten zeigen ein ähnliches Bild.

 

GeoMagnetische Wetterprognose vom 8.12.:

Die Experten der NOAA haben eine "watch-message" (Vor-Warnung) herausgegeben. Sie erwarten vom 9.-11.12. erhöhte geomagnetische Werte, am 10.12. bis maximal G3, was einem Kp 7 entspricht.

Der Grund hierfür liegt zum Einen an den zu erwartenden geladenen Partikel-Wolken der Sonnen Eruption, zum Anderen an einem "coronal hole" auf der Sonne (siehe Bild rechts) welches in diesen Tagen erhöhten Sonnenwind in unsere Richtung schicken wird.

 

9. - 11.12., der CME trifft ein:

09.12. Alles ist ruhig, leichter Anstieg des Solarwind ab Mittag.

10.12. Um ca. 01.30 h trifft klar erkennbar die 'shockwave' des CME ein (violette Linie im Bild rechts). die Messwerte reagieren alle zeitgleich abrupt.
Das Ganze ist recht moderat und von kurzer Dauer.

11.12. ab ca. 09.00 h steigt der Solarwind an und erreicht um die Mittagsstunden erneut Werte über 500 km/s. Dichte und Temperatur steigen ebenso. Das Magnetfeld ist davon nicht messbar betroffen.

Grafik der Messwerte für Magnetfeld, Partikeldichte, Sonnenwind,...
wie sie von den Satelliten-Messgeräten aufgezeichnet wurden

Das Eintreffen des CME war also weniger stark als von der NOAA prognostiziert und erst 24 Std. später kam der eigentliche Höhepunkt des Solarwind hinterher. Die Prognose war also nicht korrekt aber auch nicht falsch.
Diverse Aspekte beim space Wetter lassen sich mit aktueller Technologie und Wissenschaft nicht in ihrer Ganzheit erkennen.

Generelles zu den Daten und zum zeitlichen Ablauf einer CME-Prognose:

Auf der Grafik der Satelliten-Messwerte sehen wir im obersten Segment die Daten für das Magnetfeld in nT (nanoTesla). Die "Gesamtstärke" des Magnetfelds wird mit der weissen Linie Bt (B total) dargestellt, dieser Wert ist immer positiv. Das Feld wird separat in der x-, y- und z-Achse gemessen, es treten positive oder negative Werte auf (hier nicht dargestellt: Bx und By). Die für die "schützende Stabilität" wichtigste Komponente ist der Bz-Wert, dargestellt durch die rote Linie. Ist dieser Wert positiv ist das Magnetfeld zur Erdpolarität ausgerichtet und entsprechend gestärkt, geht dieser Wert ins Negative ist es geschwächt. Schwankungen sind immer zu beobachten.
Starke, sprunghafte Veränderungen in den negativen Bereich können jedoch stellenweise das Feld so sehr schwächen, dass dort eintreffende Ladung die schützende Hülle durchdringen kann und die Erde erreicht, messbarer 'ground current' entsteht.
Wenn das geladene Feld eines flare eintrifft geschieht das impulsartig und wenn dieses Feld eine "Süd-Ausrichtung" hat, tritt ein was zuvor beschrieben wurde: Der Bt springt nach oben und zeitgleich der Bz nach unten tief in die negativen Werte, je intensiver und schneller der flare, desto heftiger die Auswirkung.
Zeitgleich mit den Magnetfeld-Werten steigen auch die Partikel-Dichte (density) und die Solarwind-Geschwindigkeit (speed) ebenso sprunghaft an.

Leider erkennen die "Solar-Wetterfrösche" optisch zwar die ungefähre Intensität, Geschwindigkeit und Ausrichtung kurz nach erfolgtem flare, die Polarität des Felds jedoch erst anhand der Reaktion des Magnetfelds, also informativ und nicht präventiv... Der Ablauf ist daher wie folgt:

  1. 'Watch'-Meldung: 1-2 Tage nach dem eigentlichen 'flare', wenn die Analyse der diversen optischen Hilfsmittel eine potezielle Gefahrenquelle zeigt.
  2. Warnung: wenn ca. 30 Minuten vor Bodenkontakt der Impuls beim Magnetfeld ankommt, die Sensoren ihn messen und die Werte wie zuvor beschrieben die Gefahr für 'ground current' anzeigen. G1 minimal bis G5 maximal
  3. Nun dauert es nur noch kurz, bis eine oder mehrere Messstationen den 'sudden impulse' am Boden messen, oder bis im ungünstigsten Fall kein Messgerät mehr notwendig ist (...und es dunkel und ruhig wird...)
  4. In allen anderen Fällen erscheint in den folgenden Stunden ev. erst ein Zwischenfazit und als letztes dann die abschliessende Information.

Beim aktuellen 'flare' mit CME steigt der Bz zusammen mit dem Bt erst sprunghaft, geht in der Folge lediglich 3x ganz kurz in den negativen Bereich und bleibt von da an sehr ruhig im positiven Bereich. Also war dieses Feld offensichtlich in "Nord-Ausrichtung", dabei wird das Erd-Magnetfeld gestärkt, wenig messbare Erdströme, Kp-Index vor 03.00h nur kurz bei Kp 4, Nordlichter waren kaum zu sehen.

 


'ground current' Messung Lofoten NOR



Schuhmann Resonanz (Zeitangabe UT +7 Std.)

10.12. 02.10h:
auf der Erde werden 40 Minuten nach dem Satellit ebenso die Auswirkung gemessen z.B. mit 30nT in Boulder USA oder auf den Lofoten NOR (siehe Bild)

  Hier noch eine Grafik der Schuhmann-Resonanzen dieser 3 Tage, kein Standard-Messgerät für die NOAA Prognosen. Die Messungen werden von der Universität im Tomsk RU gemacht und stellen die Resonanz-Frequenz (~8 Hz) der Erde, deren Ober-Schwingungen (~14 / 21 / ... Hz) sowie deren Intensität im zeitlichen Ablauf dar. (Zeitzone Tomsk: UT +7 Std.)
Bei den violetten Markierungen, beginnend um ca. 8.30 (= 1.30 UT), sieht man meiner Meinung nach Parallelen zur Magnetfeld-Messung. Das könnte zusammenhängen, muss es jedoch nicht...

 

Elektronen 4.-10.12. / Protonen 5.-11.12.

Zum Abschluss der Betrachtung anhand von Messwerten hier noch ein 7 Tage Überblick zum Verhalten der Elektronen und Protonen.
(Die erhöhten Werte zu Beginn der abgebildeten Messungen stammen noch von den Nachwirkungen des 'flares' vom 29.11.)

Da der aktuelle 'flare' nicht sehr stark war, wurden keine Warn-Grenzwerte überschritten und die hoch-energetischen Elektronen und Protonen haben nur minimale Bewegungen auf der Skala gezeigt und sind daher hier nicht abgebildet.
Alle diese Partikel können mit stärkeren 'flares' entsprechend wesentlich höhere Werte erreichen (siehe z.B. Archiv von 2013-15).

Wir befinden uns erst am Beginn des neuen Solar-Zyklus.


schwächere 'high Energy'-Protonen (10 MeV & 30 MeV)


'low Energy'-Elektronen (38-53 keV & 175-315 keV)


'low Energy'-Protonen (bis: 68 keV / 195 keV / 580 keV / 1193 keV / 1900 keV )

 


Die Sonne erwacht langsam in ihren neuen "Tag", den Solar-Zyklus 25.

Sie verhält sich im Einklang mit der Totalität und ihrem einen wahren Kern, verbunden durch Liebe und wahren Willen mit dem Einen (Creator, Source, Hadit,...), sie gibt und empfängt dementsprechend.

Sie muss nicht zur Arbeit, hat keinen festen Terminkalender.
Vieleicht schläft sie nochmals tief ein, vieleicht döst sie dann und wann nochmal weg und schaut dem Treiben eine Weile zu, oder sie wird schon früh richtig wach.

Wir werden es sehen, Jedes und Alles hat Einfluss darauf, in jedem Moment.

 



... das Jahr 2020 bisher:

Wir befinden uns im Solar-Zyklus 25, ganz zu Beginn des Zyklus wohlgemerkt, also noch im sogenannten Solar-Minimum, der eher passiven Phase.
Die Zahl der 'sunspots' ist sehr gering, sie sind eher klein und wenig aktiv.
Das Erdmagnetfeld ist dem entsprechend angepasst auch eher schwach.

Dass wir uns schon im neuen Zyklus befinden, erkennt man an der Polarität der 'sunspots', sie ist bei jedem neuen Zyklus umgekehrt zur Polarität des vorherigen Zyklus. Dieser Übergang ist fliessend. Zu Beginn des Jahres waren vereinzelt noch letzte "alte" sunspots aber auch schon "neue" sichtbar.
Zudem nimmt die grösse und Anzahl der 'sunspots' langsam wieder zu.

 

Es wurden dieses Jahr bisher an zwei Tagen drei stärkere Sonnen-'flares' registriert:

29.05.2020:

 

M 1.1

&

C 9


Der erste 'flare' im M - Bereich seit über 2 Jahren (also gegen Ende des voran gegangenen Solar-Zyklus 24).

Die zwei 'flares' im Abstand von einigen Stunden blieben die einzigen signifikanten dieses 'sunspots'.
Noch während die Sonne sich weiterdrehte und der 'sunspot' der Erde zugewandt war, löste er sich sozusagen auf.

 

29.11.2020:

 

M 4.4


click für ein animiertes Bild des 'flares'

 

Einen mittleren M - 'flare' hatten wir seit über 3 Jahren nicht mehr...

Dieser 'sunspot' war in den darauf folgenden Tagen noch weiter aktiv, jedoch nur mit kleineren 'flares' im tiefen C - Bereich.

Wie auf den Bildern zu sehen, sind die Aktivitäten jeweils "am Rand" der Sonne sichtbar, nicht der Erde zugewandt. Die Auswirkungen solcher 'flares' sind auf der Erde selten im messbaren Bereich.

Während sich noch im Sommer das Bild des Solar-Minimums klar zeigte - wochenlange Phasen ganz ohne 'sunspots' unterbrochen mit wenigen Tagen erkennbarer Aktivität - und dem ersten oben erwähnten Event - sehen wir spätestens seit November meist einen oder gleich mehrere 'sunspots'.

 


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